Fall: Beinahe-Sturz vom OP-Tisch
18.06.2026
Ereignis
«Es handelt sich um eine Patientin mit einem gynäkologischen Eingriff, welche in Steinschnittlagerung beinahe vom OP Tisch gefallen wäre. Die Operateurin konnte die Patientin gerade noch auffangen und festhalten. Es erfolgte keine Antitrendelenburglagerung, welche zu diesem beinahe fatalen Ereignis hätte führen können. Mit Hilfe der Lagerungspflege und Anästhesiepersonal konnte die Patientin wieder hochgehoben werden. Das Ereignis hatte keine negativen Auswirkungen auf die Patientin, das OP Gebiet musste erneut steril abgedeckt werden.»
Massnahme getroffen
Massnahme geplant
Expert:innenkommentare
xx.xx.2025
Kommentar ((Lauftext))
CIRRNET-Kommentar
18.06.2026
Narkotisierte Patient:innen auf OP-Tischen sind bekanntermassen besonders sturzgefährdet. Gleiches gilt auch für Patient:innen mit Regionalanästhesien, die mit einem Verlust der Kontrolle über grössere Körpersektionen verbunden sind (Leitungsanästhesien an Extremitäten, Spinal- und Periduralanästhesie etc.). Dementsprechend ist vor allem bei Lageveränderungen und bei speziellen OP-Lagerungen, die mit einem Sturzrisiko (Steinschnitt-, Trendelenburg-, Antitrendelenburg- oder Schräglagerung etc.) verbunden sind, mit dem Abrutschen zu rechnen. Auch das Herabfallen von Extremitäten kann schwerwiegende Folgen (Nerven- oder Plexusschäden, Luxationen etc.) haben. Deshalb kommt der Einhaltung von Lagerungs- und Fixierungsstandards grosse Bedeutung zu. Sofern sich auch bei Einhaltung dieser Vorgaben Stürze oder Beinahestürze ereignen, ist es erforderlich, die bestehenden Standards zu überprüfen und ggf. anzupassen.
User-Kommentare
xx.xx.2025
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