Videovortrag: From Lived Experience to Safer Care: The Impact of Patient-as-Partner Approaches
Zum Abruf verfügbar ab 11. September 2026
Im Rahmen der Aktionswoche Patient:innenensicherheit 2026 bieten wir eine digitale Themenreihe mit Webinaren, Podcastfolgen und einem Videovortrag zu verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten rund um die sichere Begleitung von Betroffenen von NCDs an. Ab Freitag, 11. September 2026 steht Ihnen der Videovortrag From Lived Experience to Safer Care: The Impact of Patient-as-Partner Approaches (ca. 20 Minuten, englischsprachig) zum Abruf zur Verfügung.
Nichtübertragbare Krankheiten erfordern eine langfristige, komplexe und oft in hohem Masse koordinierte Versorgung. Menschen mit chronischen Erkrankungen entwickeln durch ihre täglichen Erfahrungen mit Krankheit, Behandlung, Selbstversorgung, Medikamentenmanagement und der Orientierung im Gesundheitssystem ein einzigartiges Wissen. Dieser Videovortrag untersucht, wie Ansätze, bei denen Patient:innen als Partner:innen betrachtet werden, Fachkräften im Gesundheitswesen helfen können, dieses Wissen als Ressource für eine sicherere Versorgung anzuerkennen, zu schätzen und zu nutzen. Vincent Dumez erörtert, wie Patient:innen zu echten Partner:innen in der Versorgung werden und im Zusammenhang mit nichtübertragbaren Krankheiten zu besseren Entscheidungen, einer verbesserten Kontinuität, einem stärkeren Selbstmanagement und einer sichereren Versorgung beitragen können.
Vortragssprache: Englisch; Abruf kostenlos
Vincent Dumez, MSc, verfügt über einen Abschluss in Finanzwesen sowie einen Master in Managementwissenschaften der internationalen Wirtschaftshochschule Hautes Études Commerciales in Montreal. Bis 2010 war er als Führungskraft und Partner in einem der einflussreichsten Beratungsunternehmen Montreals tätig, das sich auf organisatorische Transformation spezialisiert hat.
Da Vincent Dumez seit mehr als drei Jahrzehnten mit drei chronischen Erkrankungen lebt, hat er sich aktiv an der Entwicklung des Konzepts der Patient:innenpartnerschaft beteiligt. Im Oktober 2010 richtete er das erste Office of Patient Partner an der medizinischen Fakultät der Universität Montreal ein. Seit Sommer 2016 ist er Mitbegründer und Co-Leiter des Centre of Excellence on Partnering with Patients and the Public an der Universität Montreal. Die Mission des Zentrums besteht darin, die Zusammenarbeit mit Patient:innen und der Öffentlichkeit zu einer Wissenschaft, einer Kultur und einem neuen Standard in der Versorgung, Ausbildung und Forschung zu machen.
Vincent Dumez war Mitglied des Verwaltungsrats zahlreicher renommierter Organisationen im Gesundheitswesen und fungierte zudem als strategischer Berater für die Geschäftsführer und die Führungsteams dieser Organisationen. Dies ist die Hauptrolle, die er derzeit auf mehreren Kontinenten ausübt.
Sepsis ist nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Morbidität und Mortalität in allen Altersgruppen, selbst in Ländern mit einem gut ausgebauten Gesundheitssystem. Sepsis steht in engem Zusammenhang mit Themen wie der Erkennung von Patient:innen mit sich verschlechterndem Gesundheitszustand, der Erreichung gefährdeter Patient:innengruppen durch Aufklärung und Prävention, der Überwindung von Silos zwischen Berufen und Disziplinen sowie der Unterstützung von Patient:innen und Angehörigen während und nach der Erkrankung.
In seinem 20-minütigen Videovortrag beleuchtet Prof. Dr. med. Luregn Schlapbach, wie eine systematische Qualitätsverbesserung im Bereich Sepsis diese Herausforderungen in der Schweiz angehen kann, und bezieht dabei auch Erfahrungen aus anderen Gesundheitssystemen ein.
Die Vortragssprache ist Englisch.
Publikationen
Dumez, V., L’Espérance, A. Beyond experiential knowledge: a classification of patient knowledge. Soc Theory Health 22, 173–186 (2024). https://doi.org/10.1057/s41285-024-00208-3
Karazivan, P., Dumez, V., Flora, L., Pomey, M. P., Del Grande, C., Ghadiri, D. P., Fernandez, N., Jouet, E., Las Vergnas, O., & Lebel, P. (2015). The patient-as-partner approach in health care: a conceptual framework for a necessary transition. Academic medicine : journal of the Association of American Medical Colleges, 90(4), 437–441. https://doi.org/10.1097/ACM.0000000000000603
Prof. Dr. med. Luregn Schlapbach ist Professor für pädiatrische Intensivmedizin an der Universität Zürich und Leiter der Abteilung für Intensivmedizin und Neonatologie am Universitäts-Kinderspital Zürich, wo er das Forschungsprogramm zu Sepsis, Infektionen und Entzündungen bei kritisch kranken Kindern leitet. Er arbeitet eng mit der University of Queensland, Australien, zusammen und ist ehemaliger Vorsitzender der Australian and New Zealand Intensive Care Society Paediatric Study Group. Luregns Forschungsschwerpunkt liegt auf lebensbedrohlichen Infektionen und Entzündungen bei kritisch kranken Kindern, einschliesslich Aspekten wie Epidemiologie, Biomarker und Ergebnisse bei dieser hochgradig gefährdeten Patient:innengruppe. Sein Fokus liegt darauf, das Verständnis dafür zu verbessern, warum manche Kinder kritisch erkranken, und durch klinische Studien geeignete Ansätze zur Verbesserung der Patient:innenergebnisse zu entwickeln. Er war Mitglied der Paediatric Surviving Sepsis Campaign, der Pediatric Sepsis Definition Taskforce und des European Sepsis Alliance Steering Board.